27.05.2014 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

»Böse, aber extrem profitable Praxis«

Internationale Arbeitsorganisation: Weltweit werden fast 21 Millionen Menschen zu Zwangsarbeit genötigt

Zwangsarbeit, sei es in Privathaushalten oder in der Privatwirtschaft, und sexuelle Ausbeutung bringen den Auftraggebern nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) jedes Jahr 150 Milliarden Dollar (110 Milliarden Euro) ein. Weltweit werden fast 21 Millionen Menschen zur Zwangsarbeit genötigt, 5,5 Millionen von ihnen sind Kinder, wie aus dem am 20. Mai in Genf veröffentlichten Bericht »Profite und Armut« hervorgeht.

Allein 99 Milliarden Dollar (72 Milliarden Euro) würden durch Zwangsprostitution erwirtschaftet (jW berichtete), erklärte die UN-Sonderorganisationen. Weitere neun Milliarden Dollar (6,6 Milliarden Euro) bringe Zwangsarbeit in der Land- und Forstwirtschaft ein, hinzu kämen acht Milliarden (5,8 Milliarden Euro) aus Zwangsarbeit in privaten Haushalten. 34 Milliarden Dollar (25 Milliarden Euro) nähmen die Auftraggeber in anderen Wirtschaftszweigen wie der Baubranche, dem verarbeitenden Gewerbe und dem Bergbau ein.

90 Prozent alle...



Artikel-Länge: 3794 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe