26.05.2014 / Feuilleton / Seite 13

Wenn der Feind auftaucht

Der Schriftstellerclub PEN lehnt »jegliche Kriegspropaganda« ab – es sei denn, sie kommt aus Strausberg

Otto Köhler
Der Generalsekretärin des Deutschen PEN-Zentrums, Regula Venske, bin ich dankbar. Sie hat mit ihrer Zuschrift (jW 24.5.2014) zu meinem subjektiven Bericht über die diesjährige Mitgliederversammlung des deutschen PEN (jW 20.5.2014) von Amts wegen klargestellt: »Der deutsche PEN lehnt jegliche Kriegspropaganda ab.«

Als langjähriges PEN-Mitglied sollte ich wissen, meint meine Generalsekretärin, daß der deutsche PEN sich nicht scheut, deutsche Politik und staatliche Instanzen hierzulande zu kritisieren.

Im Jahr 2000 brachten der damals gerade abgetretene PEN-Präsident Christoph Hein und ich bei unserer Tagung in Nürnberg den Antrag ein: »Ein Jahr nach dem dritten deutschen Krieg im 20. Jahrhundert bedauert die Mitgliederversammlung des PEN-Zentrums Deutschland, daß Schriftsteller dazu bereit waren, sich hinter die Friedenspolitik der deutschen Bundesregierung zu stellen, die eine Politik des Krieges war.« Wir erinnerten: »Schon im Er...

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