17.05.2014 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Kleines OECD-Theater

Zu Lust und Risiken des Kapitalverkehrs

Lucas Zeise
Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel, der seinem berühmten Vorgänger aus Wirtschaftswunderzeiten, Ludwig Erhard, rein figürlich immer ähnlicher wird, gab sich die Ehre, dem Vortrag des OECD-Generalsekretärs Angel Gurría vor der Bundespressekonferenz am vergangenen Dienstag persönlich zu lauschen. Die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ist der Club der entwickelten kapitalistischen Industriestaaten. Er hat in den letzten Jahren mehrere neue Mitglieder aus den Reihen der Schwellenländer aufgenommen, so zum Beispiel Südkorea, Chile und Mexiko. Gurría stammt aus Mexiko

Er stellte, vorwiegend auf englisch, den OECD-Bericht zur Wirtschaftsentwicklung in Deutschland vor, der auch (schlecht) ins Deutsche übersetzt vorlag. Ungewohntes kam dabei von seinen Lippen, etwa ein gern vergessener Satz des deutschen Unternehmers Robert Bosch: »Ich zahle nicht gute Löhne, weil ich viel Geld habe, sondern ich habe viel Geld, weil ich gute Löhne be...

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