17.05.2014 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Rußland wehrt sich

In der Ukraine-Krise läßt Washington die Muskeln spielen. Doch Moskau beweist, daß Sanktionen ein zweischneidiges Schwert sind

Rainer Rupp
Moskau will weg vom Dollar. Gerüchte, daß die Russische Föderation insbesondere seit Beginn der Ukraine-Krise verstärkt versucht, im bilateralen Handel mit anderen Ländern die US-Währung als Zahlungsmittel zu vermeiden, gibt es schon lange. Jetzt werden manche bestätigt. Laut Nachrichtenagentur Stimme Rußlands hat Finanzminister Anton Siluanow grünes Licht für einen Plan gegeben, die Rolle des Rubels bei allen Exportoperationen, die bislang auf Dollarbasis abgewickelt wurden, deutlich zu erhöhen. Dies sei am 24. April von der Regierung in einer Sondersitzung beschlossen worden. Das ist eine der Reaktionen des Kremls auf die US-amerikanischen Sanktionen. Die Spitzenleute aus dem Energie- und Bankensektor sowie den Regierungsbehörden wurden angewiesen, eine Reihe von Maßnahmen zu ergreifen.

Dies untermauerte der stellvertretende Finanzminister Alexej Moisejew. Gegenüber dem Sender Rossia 24 sagte er, es gebe Gesetze, die es der Regierung ermögl...

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