17.05.2014 / Schwerpunkt / Seite 3

Erdogans Mittäter

Nach dem Grubenunglück im türkischen Soma: Wer ist für den Tod von mehr als 300 Bergleuten verantwortlich?

Cemil Fuat Hendek
Beim schwersten Grubenunglück in der Türkei sind nach Angaben von Energieminister Taner Yildiz vermutlich 302 Männer umgekommen. Es seien höchstens noch 18 Bergleute in der Zeche in Soma eingeschlossen, sagte der Minister am Freitag vor Journalisten. Bis Donnerstag abend waren 283 tote Kumpel geborgen worden. Die Zahl der Eingeschlossenen war unklar. Am Donnerstag hatte es geheißen, daß noch rund 100 Bergleute untertage vermutet würden. In der Kohlegrube war am Dienstag ein Brand ausgebrochen. Hunderte Bergleute wurden in den Stollen eingeschlossen. Weil der Strom ausfiel, versagte auch die Belüftung. Viele der Eingeschlossenen starben an Kohlenmonoxidvergiftungen. Cemil Fuat Hendek, Redakteur der soL, der Zeitung der Kommunistischen Partei der Türkei (TKP), fragt nach den Ursachen und den Hauptverantwortlichen der Katastrophe.



Zuerst wurde bekanntgegeben, in der Zeche in Soma sei ein Umspannwerk explodiert und habe einen Brand verursacht. Später erklä...


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