15.05.2014 / Inland / Seite 1

Gewerkschafter für zivilen Ungehorsam

20. DGB-Bundeskongreß definiert legitime Form des Widerstandes. Parteivorsitzende warben um Delegierte

Claudia Wrobel
Ziviler Ungehorsam bei »gesellschaftlichen und betrieblichen Auseinandersetzungen« ist für den DGB nun offiziell eine legitime Form des Widerstands. Darauf einigte sich der 20. Bundeskongreß des Gewerkschaftsbundes am Mittwoch in Berlin. Der Abstimmung vorausgegangen war eine emotionale Debatte der 400 Delegierten am Dienstag abend. Viele erzählten von ihren Protesterfahrungen. Oliver Malchow, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, legte allerdings dar, daß er Regelverstöße nicht dulden könne. Ergebnis war ein Kompromiß, der sich nicht für politischen Streik ausspricht, andere Widerstandsformen aber begrüßt.

Die neue Lust am zivilen Ungehorsam führte nicht dazu, dies kurz darauf umzu...

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