02.05.2014 / Feuilleton / Seite 12

Ganze Szene anheben

Mehr neue Alben wie das von Sookee braucht nicht nur der HipHop

Ken Merten
Klischeehafte Rollenmuster werden von »Personen des öffentlichen Lebens« abgespult, auch von Rappern wie dem Tierbefreier Albino oder dem – nomen est omen – Blockwart (der sich statt »kleiner gelber Panzer« besser mal ein angemessenes Tonstudio wünschen sollte), dem Ehemaligen Derbst One mit fettem Plattenvertrag, dem umgestiegenen Nazirapper Julian Fritsch (aka Makss Damage) oder der Queer-Aktivistin Sookee. Eine recht willkürlich zusammengestellte Liste, in der Sookee die einzige Frau ist, und da Julian Fritsch schon homophob und sexistisch war, als er noch Gigs für Antifas machte, zeigt sich: Queer-Theorie und -Praxis kann dem HipHop absolut nicht schaden. Trotzdem muß queer sich besonders heftiger Anfeindungen erwehren in Zeiten des Kackscheiß-Kapitalismus, des Mangels an Aufklärung und Empathie.

Seit die selbsttitulierte »Quing of Berlin« Sookee den Männersport Rap betreibt, hat sich daran wenig geändert. Immer noch geht Mart...

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