29.04.2014 / Feuilleton / Seite 13

Eine Spur zu scharf

… für den allgemeinen Stumpfsinn: Walter Heynowski präsentiert in Berlin eine neue DVD-Box mit Filmen des H&S-Studios

Alexander Reich
Es sind ganz heutige Figuren, die in den ersten Filmen des Studios H&S aus den 60er Jahren vorgeführt werden. Da gibt es den Nazi als Söldner (»Kongo-Müller«, 1965). Oder die Animierdame mit ihrer unterdrückten DDR-Sehnsucht aus dem allerersten H&S-Film »O.K.« (1965), der damals bei den Oberhausener Kurzfilmtagen handfesten Gesprächsstoff bot, wie er dort bei der 60. Ausgabe ab Donnerstag kaum zu haben sein wird. Oder die steinalte Wahrsagerin Margarethe Goussanthier aus dem Film »Geisterstunde« (1967), der heute in Berlin bei einem der seltenen Auftritte Walter Heynowskis gezeigt wird.

H&S steht für Heynowski und Gerhard Scheumann (1930–1998). Das Studio der beiden war eine Offene Handelsgesellschaft mit einem Jahresbudget von zwei Millionen Mark plus 300000 D-Mark. Einen Teil der Devisen spielten die Filme im Westen wieder ein; über die Jahre läpperte sich das auf eine schlappe Million DM, die ohne Abzüge in die Staatskasse wanderte, ...

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