26.04.2014 / Inland / Seite 5

Hausverbot für Helfer

Rassistische Angriffe und unmenschlicher Umgang mit Flüchtlingen in Sachsen-Anhalt: Bündnis erhebt Vorwürfe gegen den Altmarkkreis Salzwedel

Susan Bonath
Der »Runde Tisch gegen Rassismus« in Gardelegen (Sachsen-Anhalt) hat in einer Erklärung schwere Vorwürfe gegen den Altmarkkreis Salzwedel erhoben. Asylsuchende würden kaum beraten und nicht über ihre Rechte aufgeklärt. Es mangele an Dolmetschern, Hilfe und medizinischer Versorgung. Auch würden regelmäßig die Privatsphäre der Flüchtlinge und das Postgeheimnis verletzt. Das Bündnis und weitere Unterstützer, darunter der Förderverein der Holocaust-Gedenkstätte Isenschnibbe Gardelegen, Vertreter der Linkspartei, der Verein Miteinander, das Antidiskrimierungsnetzwerk Sachsen-Anhalt und die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) haben den Landkreis nun schriftlich aufgefordert, die Probleme zu beheben. Zugleich warnen sie vor wachsender Fremdenfeindlichkeit.

Der Runde Tisch hatte sich Anfang Februar gegründet, wie dessen Sprecherin Vivien Schmidt gegenüber jW sagte. Sie und andere Aktivisten hatten versucht, eine j...

Artikel-Länge: 4530 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe