22.04.2014 / Ansichten / Seite 8

Gewohnheitslügner

Tote durch US-Drohnen im Jemen

Knut Mellenthin
Wie oft hat die US-Regierung in den letzten zehn Jahren Ziele in Pakistan, Afghanistan, im Jemen, in Somalia und einigen weiteren Ländern mit bewaffneten Drohnen angreifen lassen? Mindestens 500-, wahrscheinlich sogar über 600mal. Diese Zahlen wurden von verschiedenen Gruppen aufgrund eigener Recherchen ermittelt. Die US-Regierung hüllt sich, was diese Frage angeht, in absolutes Schweigen. Sie äußert sich weder zu Gründen noch zu Folgen einzelner Einsätze, bestätigt nicht einmal deren Stattfinden.

Wie viele Menschen wurden bei diesen Angriffen getötet? Von der US-Regierung ist darüber keine Auskunft zu bekommen. Unabhängige Beobachter schätzen die Zahl der Todesopfer allein durch die völkerrechtswidrigen Militärschläge gegen Ziele in Pakistan auf 2300 bis 3700. Unter den getöteten Pakistanis waren diesen Untersuchungen zufolge zwischen 416 und 957 »Zivilisten«. Mindestens 168 von ihnen, vielleicht sogar über 200, waren Kinder.

Wenn US-Präsident Barack O...



Artikel-Länge: 3243 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe