17.04.2014 / Inland / Seite 2

Symbolfigur der Mieterverdrängung

Zwangsräumung Kalles in Köln war nur mit großem Polizeiaufgebot möglich

Anita Starosta
Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr versammelten sich Hunderte Menschen im Kölner Agnesviertel. Am gestrigen Mittwoch wollten sie erneut die Räumung von »Kalles« Wohnung verhindern, doch diesmal ohne Erfolg. Karl-Heinz »Kalle« Gerigk wohnte seit 32 Jahren in der Dachgeschoßwohnung der Fontanestraße 5. Nun muß er sich eine neue Bleibe suchen. Vor sieben Jahren erwarb der Immobilienmakler Marco Hauschild seine Wohnung in dem innenstadtnahen Viertel und klagte ihn unter dem Vorwand des Eigenbedarfs aus der Wohnung. Zwischenzeitlich wurde sie im Internet zum Verkauf angeboten. Die Dachgeschoßwohnung im Nebenhaus wurde bereits aufwendig saniert und wird nun wieder vermietet. Viel zu teuer für Alteingesessene.

Kalle widersetzte sich den Plänen des Vermieters und wurde über Köln hinaus eine Symbolfigur des Protestes gegen steigende Mieten und Gentrifizierung. Nachbarn und die Initiative »Recht auf Stadt« solidarisierten sich mit ihm. Gemeinsam ri...

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