11.04.2014 / Inland / Seite 5

Zu wenig, zu spät

Schuldenreport 2014: Streichung von Verbindlichkeiten vor 15 Jahren half nur wenigen Entwicklungsländern. Einheitliches Staatsinsolvenzverfahren gefordert

Jana Frielinghaus
Vor 15 Jahren forderten 650 in der weltweiten Kampagne »Erlaßjahr 2000« zusammengeschlossene Entwicklungshilfeorganisationen eine Entschuldung von 41 armen Ländern. In der Folge beschlossen die G-8-Staaten im Juni 1999 in Köln tatsächlich die sogenannte HIPC-Initiative (HIPC: Heavily Indebted Poor Countries, hochverschuldete arme Länder). Ländern, die bestimmte Kriterien erfüllten, wurden in den Folgejahren alle Verbindlichkeiten oberhalb von 150 Prozent der Exporterlöse oder 250 Prozent der Staatseinnahmen erlassen.

Am Donnerstag stellten das Bündnis »erlassjahr.de« und die Kindernothilfe in Berlin ihren Schuldenreport 2014 vor. Darin wird die langfristige Wirkung der G-8-Entschuldungsinitiativen 1999 in Köln und 2005 im schottischen Gleneagles untersucht. Die Bilanz ist ernüchternd. Zwar betonte Jürgen Kaiser, politischer Koordinator von erlass­jahr.de, die Maßnahmen hätten »in der Vergangenheit eindrucksvolle Erfolge durch den besseren Zug...

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