07.04.2014 / Ansichten / Seite 8

Kehrtwende

Neue Signale Berlins an Moskau

Rainer Rupp
Beim Treffen der EU-Außenminister in Athen am Samstag hatte der deutsche Chefdiplomat Frank-Walter Steinmeier Zurückhaltung im Umgang mit Rußland angemahnt. Im Anschluß diktierte er der ARD-Tagesschau ins Mikrofon, Berlin müsse sein zukünftiges Verhältnis zu Moskau zwar »ohne Illusionen« gestalten, »aber auch ohne uns in eine Sackgasse hineinzureden, aus der wir selbst nicht herauskommen«. Sein österreichischer Amtskollege Sebastian Kurz ergänzte: »Wenn die Ukraine eine friedliche Zukunft haben möchte, dann ist es sicherlich hilfreich, wenn sie nicht in einem Blockdenken zerrieben«, also nicht vor die Alternative EU/NATO oder Rußland gestellt wird. Abschließend führte ARD-Korrespondent Rolf-Dieter Krause aus: »Europas Strategen glauben, daß für Rußlands Rolle in der Welt eher politische und wirtschaftliche Stärke wichtig ist. Und wenn das auch Putin so sieht, dann wird auch Zusammenarbeit wieder möglich.«

Der Wechsel in Ton und Inhalt der Äußerungen und ...

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