02.04.2014 / Schwerpunkt / Seite 3

Achse verschoben

Geopolitische Neugewichtung: Die westliche Politik im Ukraine-Konflikt dürfte die energiepolitische Zusammenarbeit von Rußland und China beschleunigen

Rainer Rupp
Wenn es die Absicht des Westens war, Moskau und Peking noch näher zusammenzubringen als bisher, dann läuft alles nach Plan. Der von den USA und der EU gesteuerte Putsch in der Ukraine und die neue prowestliche Regierung in Kiew sorgen dafür, das Zusammenwirken der Militär- und Rohstoffgroßmacht Rußland und der industriellen und finanziellen Supermacht China zu stärken. Das dürfte die beiden Länder ihren gemeinsamen Zielen näherbringen, insbesondere die Zurückdrängung der globalen Hegemonialansprüche Washingtons und die Marginalisierung des Dollars.

Als Reaktion auf die anmaßenden und scheinheiligen Bestrafungsaktionen durch die USA und die EU-Länder wegen des Vorgehens auf der Krim manifestiert sich in Moskau eine geopolitische und wirtschaftliche Um­orientierung: weg von Europa und den USA in Richtung der Märkte in China, Indien etc. Die von Washington so dringend geforderte energiepolitische Abwendung Westeuropas von Rußland könnte daher sc...

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