31.03.2014 / Inland / Seite 4

Auch am Stadtrand wird es teuer

Berlin: Initiativen analysieren Situation des Sozialwohnungsbaus und legen Konzept zu dessen Erhaltung vor

Christian Linde
Eineinhalb Jahre nach einer vielbeachteten Konferenz zur Situation des sozialen Wohnungsbaus in der Hauptstadt haben die Mietergemeinschaft Kotti & Co und weitere Initiativen Bilanz gezogen. Am Freitag stellten sie in Berlin die Broschüre »Nichts läuft hier richtig« vor. Deren Autoren warnen vor einem weiteren drastischen Preisanstieg im Segment der Sozialwohnungen der Spree. Würde der Senat nicht unverzüglich handeln, stünden nicht nur weniger Wohnungen für Einkommensschwache zur Verfügung. Er wären auch mehr als 100000 Haushalte von enormen Mietsteigerungen bedroht – Spätfolge des dubiosen Fördersystems im alten Westberlin, das nach 1990 auf die gesamte Stadt ausgedehnt wurde. Der Senat hatte Sozialwohnungen in der Regie von privaten und genossenschaftlichen Unternehmen errichten lassen. Die Differenz zwischen der von den Firmen fiktiv kalkulierten »Kostenmiete« und dem erhobenen Mietzins zahlte über Jahrzehnte das Land. Seit dem Ausstieg aus dies...

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