31.03.2014 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Altersdiskriminierung

Ausklammerung von Minderjährigen aus geplantem Mindestlohngesetz juristisch angreifbar. Renommierter Rechtswissenschaftler macht konkrete Vorschläge zur Verbesserung

Daniel Behruzi
An diesem Mittwoch soll das Kabinett über den gesetzlichen Mindestlohn beraten. Bis dahin und sicher auch danach wird der von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) vorgelegte Gesetzentwurf weiter für Diskussionen sorgen. Ein interessanter Beitrag hierzu kommt von dem Bremer Professor Wolfgang Däubler. Der renommierte Jurist hält die Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns für überfällig, betont in einem für die Neue Juristische Wochenschrift erstellten Artikel jedoch, daß die geplanten Ausnahmen für Jugendliche unter 18 Jahren eine Diskriminierung und einen Verstoß gegen EU-Recht darstellen. Er fordert zudem eine Nachbesserung des Gesetzentwurfs bei der Sanktionierung von Verstößen.

»Seit über 20 Jahren leben wir in einer Welt der Deregulierung, der umfassenden Öffnung der Märkte. Sich gegen diesen Trend zu stellen und Re-Regulierung zu praktizieren, provoziert Widerstände«, stellt Däubler in dem noch nicht veröffentlichten Beitr...

Artikel-Länge: 7100 Zeichen

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