24.03.2014 / Leserbriefe / Seite 14

»Lettische SS-Leute erhalten auch heute noch von der BRD eine Rente. Verfolgte jüdische Bürger, ehemalige Soldaten der Roten Armee leben in bitterer Armut und warten bis heute auf Entschädigung.«

Diskriminierung in Lettland

Zu jW vom 17. März: »Marsch für Waffen-SS«

Lettland war 1941 bis 1944 von deutschen faschistischen Truppen besetzt. In dieser Zeit haben lettische Polizeibataillone, SS-Freiwilligen-Divisionen fest an der Seite Nazideutschlands gekämpft und gemordet. Lettische SS-Leute erhalten auch heute noch von der BRD eine Rente. Verfolgte jüdische Bürger, ehemalige Soldaten der Roten Armee leben in bitterer Armut und warten bis heute auf Entschädigung. Nahe Riga wurde für Angehörige der lettischen Waffen-SS extra ein »Heldenfriedhof« erbaut, es wurden geschichtsrevisionistische Denkmäler enthüllt, Lenin-Statuen zerstört. Das ist eine Verhöhnung der Opfer des Faschismus und eine Verleumdung des Nürnberger Kriegsverbrechertribunals, das die SS als eine verbrecherische, menschenverachtende Organisation bezeichnete. Nicht nur der Marsch zur »Rehabilitierung« der Waffen-SS bleibt ein politischer Skandal. Zu Recht kritisiert Rußland die ständige...

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