21.03.2014 / Feminismus / Seite 15

Keine Frauensache

Aktionskonferenz »Care Revolution« in Berlin: 500 Menschen suchten Wege zur Überwindung von Ausbeutung in der Pflege und ungleicher häuslicher Arbeitsteilung

Elsa Koester
Immer das laut zu sagen, was ist«, bleibt nach Rosa Luxemburg die revolutionärste Tat. Natürlich wird die umso wichtiger, je stärker das, was ist, verschleiert wird. In der kapitalistischen Ökonomie ist wohl kaum eine Arbeit so unsichtbar wie die Pflege und Versorgung anderer Menschen – von Kindern und Alten, Behinderten und Kranken – sei es im privaten Bereich, sei es in fremden Haushalten oder in Kliniken, Kitas, Heimen, ambulanten Einrichtungen.

»Das Unsichtbare sichtbar machen« war folgerichtig Motto der »Aktionskonferenz Care Revolution«, die vergangenes Wochenende in den Räumen der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin stattfand. Etwa 500 Menschen waren aus ganz Deutschland, aus Österreich und der Schweiz angereist, um über die aktuelle Situation jener zu diskutieren, die das zur Reproduktion der Gesellschaft Notwendige leisten. Unter dem Begriff »Care Work« werden bezahlte und unbezahlte Tätigkeiten vom Putzen über medizinische Versorgung ...

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