15.03.2014 / Ausland / Seite 7

Washingtons Weltsicht

US-Außenminister Kerry wirft Caracas »Terrorkampagne« vor. Sein Vize behauptet in Genf, Venezuela habe »das Internet geschlossen«

André Scheer
Für John Kerry ist die Welt mal wieder sehr einfach. In Venezuela habe die Regierung von Präsident Nicolás Maduro eine »Terrorkampagne« gegen die eigene Bevölkerung entfesselt, erklärte der US-Außenminister am Donnerstag (Ortszeit) in Washington vor dem außenpolitischen Ausschuß des Kongresses. Damit antwortete er auf eine Frage der Abgeordneten Ileana Ros-Lehtinen, die Caracas vorwarf, »friedliche Proteste« gewaltsam zu unterdrücken. Die Republikanerin aus ­Miami hatte 2006 die Ermordung Fidel Castros gefordert und sich schon in den 80er Jahren für eine Freilassung des Terroristen Orlando Bosch engagiert, der in den Bombenanschlag auf ein kubanisches Verkehrsflugzeug 1976 verwickelt war. Sie ist also als antikommunistische Einpeitscherin bekannt. Auch diesmal gelang es ihr, Kerry in die gewünschte Richtung zu drängen. Man versuche gemeinsam mit der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) und den Nachbarländern Venezuelas, Druck auf Maduro auszuüben, so...

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