15.03.2014 / Titel / Seite 1

Abstimmung auf der Krim

Bewohner entscheiden am Sonntag über Zukunft der Halbinsel. Boykottaufrufe von Tataren und Ukrainern. Toter bei Zusammenstößen in Donezk

Reinhard Lauterbach
Rund 1,5 Millionen Bewohner der Krim am Schwarzen Meer sind am Sonntag aufgerufen, über die politische Zukunft der Region abzustimmen. Zur Wahl stehen zwei Alternativen: der Beitritt zur Russischen Föderation oder die Rückkehr zur Verfassung von 1992, die umfassendere Autonomierechte für die Krim vorgesehen hatte als die zuletzt geltende. Die Wiederherstellung des Status quo der letzten Jahre ist als Variante nicht vorgesehen. Die neue Regierung der Krim, die sich als Reaktion auf den Putsch in Kiew gebildet hatte, wollte das Referendum ursprünglich am Tag der ukrainischen Präsidentschaftswahl, dem 25. Mai, durchführen, zog den Termin jedoch zweimal vor.

Wie die Abstimmung ausgeht, ist de facto allen Beteiligten egal, offenbar selbst den Organisatoren. Der stellvertretende Ministerpräsident der Krim, Rustam Temirgalijew, erklärte, er rechne mit einer Zustimmung von etwa 85 Prozent für den Vorschlag des Beitritts zu Rußland. Interessanter wird die Wahlbet...

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