12.03.2014 / Inland / Seite 2

»So schnell wie möglich aus der Kirche austreten«

Damit der Klerus noch schneller ans Geld kommt: Banken übernehmen das Inkasso für die Kirchensteuer. Gespräch mit Rainer Ponitka

Gitta Düperthal
Rainer Ponitka ist Sprecher des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA)

Ihre Kirchensteuer wird noch einfacher«, heißt es in Infoblättern von Banken. Hingewiesen wird dabei auf deren gesetzliche Verpflichtung, ab Januar 2015 den Kirchensteueranteil der Abgeltungssteuer – zum Beispiel auf Zinsen – einzubehalten und automatisch an die Kirchen weiterzuleiten. Was ist davon zu halten?

Einfacher wird es auf jeden Fall für die Kirchen, an Geld zu kommen. Der deutsche Staat hat es sich ja zur Aufgabe gemacht, sie zu finanzieren. Ab 2015 werden also nun Banken, Versicherungen, Aktiengesellschaften und Genossenschaften einmal jährlich die Religionszugehörigkeit ihrer Kunden beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) abfragen. Das ist nicht wirklich prickelnd, weil all das diese Finanzinstitute gar nichts angeht. Bisher ist die religiöse Gesinnung den Arbeitgebern über die Lohnabrechnung für jeden Mitarbeiter bekannt geworde...

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