11.03.2014 / Ausland / Seite 6

Ignorierte Waffenschau

Israelische Marine kapert Schiff mit Waffenladung. Absender soll ihr zufolge Iran sein, der Empfänger ist unklar. Propagandashow findet international nur wenig Beachtung

Knut Mellenthin
Es sollte eigentlich ein gigantischer Propagandaschlager Israels werden. Aber das internationale Interesse für »Irans wahres Gesicht«, wie Premier Benjamin Netanjahu es nannte, blieb weit hinter den Erwartungen des Regisseurs zurück.Vielleicht waren einfach das Timing und die Dramaturgie nicht gut durchdacht. Oder das Publikum hatte den Film schon zu oft gesehen. Israel präsentierte der Weltpresse und den in Tel Aviv akkreditierten ausländischen Diplomaten am Montag die Ladung eines angeblich aus dem Iran kommenden Schiffs, das am vorigen Mittwoch rund 1500 Kilometer entfernt im Roten Meer gekapert worden war. Schauplatz der gestrigen Waffenschau war der Hafen Eilat am Golf von Akaba, der einen direkten Zugang zum Roten Meer hat. Vorgeführt wurden laut offizieller Liste des Pressebüros der israelischen Streitkräfte 40 Kurzstreckenraketen (angebliche Reichweite: 90 bis 160 Kilometer), 181 Mörsergranaten und 400000 Schuß Gewehrmunition.

In Israel ist man b...

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