11.03.2014 / Inland / Seite 2

»Keinen Einfluß auf Behandlung nehmen«

Psychologenverband kritisiert, daß die Bundeswehr sich der Dienste von Therapeuten bedient. Ein Gespräch mit Klaus Jürgen Bruder

Gitta Düperthal
Klaus Jürgen Bruder ist Professor an der Freien Universität Berlin und Vorsitzender der »Neuen Gesellschaft für Psychologie« (NGfP)

Die »Neue Gesellschaft für Psychologie« hat am Wochenende die Kooperation der Bundespsychotherapeutenkammer mit dem Militär kritisiert. Was ist geplant?

Der Präsident der Kammer, Rainer Richter, hatte erklärt, Therapeuten seien in der Lage, psychisch erkrankte Soldaten so zu behandeln, daß sie wieder zum Einsatz zurückkehren können. Die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr sieht zudem vor, daß alle Psychotherapeuten, die von der Kammer zugelassen sind, Soldaten behandeln dürfen – selbst wenn sie keine eigene Niederlassung haben. Die Kammer ist ein Berufsverband, in dem alle zugelassenen Psychotherapeuten organisiert sind. Es ist keine individuelle Entscheidung, ob man dort Mitglied wird oder nicht.

Die Bundeswehr finanziert die Behandlung. So werden ethische und fachliche Voraussetzungen der Psychotherapie ad absurdum gef...


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