06.03.2014 / Thema / Seite 10

Konfrontative Kooperation

Die deutsche Rußland-Politik verfolgt traditionell zwei Strategien: Gegen den Kreml bei der Ostexpansion und mit ihm zur Durchsetzung bestimmter ökonomischer und politischer Interessen

Jörg Kronauer
So darf es nicht weitergehen, meint Ewald Böhlke. Die deutsch-russischen Beziehungen »leiden unter einer eigentümlichen Schieflage«, bemängelt der Rußland-Experte am 12. Februar: Einerseits gebe es eine außerordentlich enge Kooperation zwischen den beiden Ländern auf gesellschaftlicher und vor allem auf wirtschaftlicher Ebene; andererseits müsse man konstatieren, daß seit geraumer Zeit die Spannungen erheblich zunähmen, angetrieben durch die »plakativen medialen Debatten«, die man gegenwärtig erlebe. Böhlke hält offenkundig nichts von der deutschen Medienkampagne gegen die russische Regierung, die anläßlich der Olympischen Spiele in Sotschi neue Kapriolen geschlagen hat. Das sei »eine echte Belastung für die deutsch-russischen Beziehungen«, erklärt er und fordert: »Beide Seiten müssen sich nun dringend wieder der Sacharbeit zuwenden und sich dazu aufraffen, sinnvolle Veränderungen gemeinsam voranzubringen – beginnend auf der politischen Ebene«. Böhl...

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