03.03.2014 / Inland / Seite 4

»Gekommen, um zu bleiben«

Hamburg: 7000 forderten Bleiberecht für Lampedusa-Flüchtlinge. Friedliche »kulturell-politische Parade« mit Agitproptheater und Choreinlagen

Martin Dolzer
Rund 7000 Menschen haben am Sonnabend in Hamburg für ein Bleiberecht der libyschen Kriegsflüchtlinge der Gruppe »Lampedusa in Hamburg« demonstriert. Die Kundgebung war als »kulturell-politische Parade« angekündigt. Eine riesige Krake in EU-Farben fuhr auf einem Pkw inmitten der Teilnehmer. Aktivisten trugen ein Schlauchboot, weitere hatten sich kostümiert und wiesen mit Kurztheaterstücken und Chorgesängen auf die Hintergründe von Flucht und die Abschottungspolitik Europas hin.

»Wir sind nicht freiwillig und auch nicht zufällig hier.« Europa habe »dazu beigetragen, daß unsere Heimatländer in Afrika über Jahrhunderte destabilisiert und zerstört wurden. Der NATO-Krieg in Libyen ließ uns schließlich keine andere Chance, als über das Mittelmeer zu fliehen«, sagte Ali Ahmet, ein Sprecher der Lampedusa-Gruppe, auf der Auftaktkundgebung. Es sei das Recht der Flüchtlinge, auf der Grundlage des Paragraphen 23 des Aufenthaltsgesetzes in Deutschland zu b...

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