27.02.2014 / Inland / Seite 4

»Wir werden siegen«

Hartz-IV-Kritikerin Inge Hannemann kämpft am Freitag vor Gericht für ihre Weiterbeschäftigung im Jobcenter

Susan Bonath
Vor zehn Monaten wurde Inge Hannemann von ihrem Dienst im Jobcenter Hamburg-Altona suspendiert. Der Grund: Sie hatte das Hartz-IV-System öffentlich als unmenschlich und verfassungswidrig kritisiert. Und sie hatte sich geweigert, ihren Klienten bei »Fehlverhalten« das Geld zu kürzen. Dazu steht die 45jährige bis heute. Statt nun klein beizugeben, kämpft Hannemann weiter vor Gericht. Sie will zurück an ihren alten Arbeitsplatz als Vermittlerin für junge Erwachsene unter 25 Jahren, das System »von innen verbessern« Im Eilverfahren war sie im vorigen Jahr gescheitert, ein Gütetermin war geplatzt. Am morgigen Freitag soll die Entscheidung fallen.

Schon bei der ersten Verhandlung im August hatte der Richter alles darangesetzt, den Fall schnell über die Bühne zu bringen. Mit der Auffassung, die Suspendierung bei vollem Lohn könne nicht ewig dauern, hatte er zur Eile gemahnt. Ein Kompromiß müsse gefunden werden. Das Jobcenter sieht diesen jedoch nur ...

Artikel-Länge: 4344 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe