22.02.2014 / Schwerpunkt / Seite 3

»Amnestie für syrische Kämpfer«

Waffenstillstand und Evakuierung von Zivilisten in Homs: Syrien will bewaffnete Regierungsgegner straffrei lassen. Ein Gespräch mit Talal Al-Barazi

Karin Leukefeld, Homs
Talal Al-Barazi ist der Gouverneur von Homs

In der syrischen Stadt Homs gab es eine Vereinbarung über einen Waffenstillstand und die Evakuierung von Zivilisten aus der Altstadt. Wie ist diese zustande gekommen und was wurde tatsächlich erreicht?

Die Vereinbarung kam durch die Kooperation der Regierung mit dem Botschafter der Vereinten Nationen in Syrien zustande. Ziel war und ist, Zivilisten zu schützen. Die Vereinbarung ist das Ergebnis eines langen Verhandlungsprozesses, der vor sechs Monaten begonnen hatte. Die Waffenruhe wurde zunächst für drei Tage vereinbart und zweimal verlängert, so daß wir insgesamt neun Tage erreicht haben. Der eine Teil der Vereinbarung sieht die Evakuierung von Zivilisten aus der Altstadt vor, vor allem Kinder, Frauen und alte Menschen. Der andere Teil der Vereinbarung betrifft Hilfslieferungen in die Altstadt hinein. Geliefert wurden 500 Pakete mit Nahrungsmitteln und 200 Pakete mit medizinischer Hilfe. Auch das ist gelungen....

Artikel-Länge: 4766 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe