18.02.2014 / Feuilleton / Seite 12

Der Unermüdliche

Am Freitag ist Werner Mittenzwei gestorben. Er hinterläßt große Darstellungen der Literaturgeschichte und des Zeitalters

Manfred Wekwerth
Am Freitag starb in Berlin der Theater- und Literaturwissenschaftler Werner Mittenzwei. In der Familie eines Textilarbeiters im sächsischen Limbach 1927 geboren, wurde Mittenzwei 1946 Neulehrer und studierte Pädagogik und Germanistik. Ab 1953 war er Assistent an der Deutschen Hochschule für Musik in Berlin und arbeitete von 1956 bis 1966 am Institut für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der SED. Sein Buch »Bertolt Brecht. Von der ›Maßnahme‹ zu ›Leben des Galilei‹« (1962) erfuhr große Resonanz. Von 1969 bis 1973 war Mittenzwei Gründungsdirektor des Zentralinstituts für Literaturgeschichte an der DDR-Akademie der Wissenschaften, deren Ordentliches Mitglied er 1972 wurde, danach dort Forschungsgruppenleiter. In den 70er und 80er Jahren war er Leitungsmitglied des Berliner Ensembles, 1983 wurde er Mitglied der Akademie der Künste in Berlin. Er gab an verantwortlicher Stelle ab 1978 die achtbändige Darstellung »Kunst und Literatur...

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