10.02.2014 / Inland / Seite 4

Koloniale Interessen

Konferenz der Lampedusa-Flüchtlinge in Hamburg: Eigenständiges Afrika widerspricht Profitstreben der EU

Martin Dolzer
Am Sonnabend nahmen 200 Menschen im Akonda-eine-Welt-Café in Hamburg am zweiten Tag einer Konferenz der libyschen Kriegsflüchtlinge »Lampedusa in Hamburg« unter dem Motto »Der Europäische Krieg gegen Flüchtlinge – das stille Sterben in den Lagern« teil. Am vergangenen Wochenende hatte die Konferenz mit dem Schwerpunkt »Wir sind hier, weil ihr unsere Länder zerstört« begonnen. Im Foyer des Tagungsraums war nun die Ausstellung »We want our life back« zu sehen, die Mitglieder der Lampedusa-Gruppe im Rahmen einer Wahrheitskommission erstellten. Auf zwölf Tafeln werden deren Fluchtgeschichte, die Situation für Flüchtlinge in Italien sowie die Hintergründe des Krieges in Libyen gezeigt.

In ihrem Einführungsbeitrag skizzierte die Schriftstellerin Rosa Amelia Plumelle-Uribe u.a. Auswirkungen deutscher Kolonialpolitik in Afrika. »Unter General von Trotha z.B. führten deutsche Truppen 1904 einen Genozid gegen die Herero und die Nama in Namibia durch. 80 Proz...

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