Gegründet 1947 Mittwoch, 16. Oktober 2019, Nr. 240
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08.02.2014 / Wochenendbeilage / Seite 6 (Beilage)

Über Markus Gabriel (2)

Für Wissen und Fortschritt

Reinhard Jellen
Wie der Telepolis-User »Ice62« trefflich darlegt, geht der Philosoph Markus Gabriel in seiner Theorie, warum es die Welt nicht geben soll, von zweierlei bemerkenswert falschen Grundannahmen aus, die man sich vom Hirn her erst einmal leisten muß. Die erste Basisüberlegung des Denk-Limbos ist folgende: »Der neue Realismus (...) nimmt an, daß es in diesem Szenario mindestens vier Gegenstände gibt: 1. Der Vesuv, 2. Der Vesuv von Sorrent aus gesehen (Astrids Perspektive), 3. Der Vesuv von Neapel aus gesehen (Ihre Perspektive), 4. Der Vesuv von Neapel aus gesehen (meine Perspektive). Man kann sich leicht klarmachen, wieso diese Option die beste ist. Es ist nicht nur eine Tatsache, daß der Vesuv ein Vulkan ist (…), sondern es ist ganz mit demselben Recht eine Tatsache, daß er von Sorrent aus soundso und von Neapel aus eben anders aussieht. (…) Der neue Realismus nimmt also an, daß Gedanken über Tatsachen mit demselben Recht existieren wie die Tatsa...

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