07.02.2014 / Schwerpunkt / Seite 3

Ende eines Feldzugs

Heute werden die Olympischen Winterspiele von Sotschi eröffnet. Nach einer monatelangen Kampagne gegen die Gastgeber dürfen sich die Medien wieder dem Sport widmen

Klaus Huhn
Die Dimensionen des Festes, mit dem heute im russischen Sotschi die XXII. Olympischen Winterspiele eröffnet werden, kann man nach der Generalprobe erahnen. Zwar mailten die ersten in der Olympiastadt eingetroffenen bundesdeutschen Journalisten zunächst Berichte über in ihren Hotelzimmern angeblich herabgefallene Gardinenstangen – verletzt wurde niemand –, aber dennoch: Vieles deutet darauf hin, daß diese Spiele ein Erfolg werden.

Um ihn schlecht zu reden, müßten nicht wenige bundesdeutsche Medien nach ihrem monatelangen Anti-Sotschi-Feldzug weiter mühsam nach gardinenstangenabsturzähnlichen Ereignissen forschen und gerieten in Not, sobald die ersten ersehnten Medaillen von den Athleten erkämpft werden. Die begeistern erfahrungsgemäß den Sportanhänger mehr als »Skandalstorys«, und obendrein will »Deutschland« schließlich bekunden, daß es zu den Großen in der Welt des Sports gehört. Zumal ein Deutscher Präsident des Internationalen Olympischen ...

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