07.02.2014 / Ausland / Seite 7

Lehrer Eisenfaust

Wie Witali Klitschko Geschichtspolitik betreibt und die deutschen Okkupanten samt ihrer Helfershelfer verharmlost

Reinhard Lauterbach
In den ersten Januartagen war es auf dem Kiewer Maidan ruhig. So fand Witali Klitschko Zeit für eine Landpartie. In Berditschew südwestlich von Kiew sprach er vor Jugendlichen; Anlaß war das wenige Tage zuvor gefeierte siebzigste Jubiläum der Befreiung der Stadt von der deutschen Besatzung. Klitschko nutzte die Gelegenheit, um »überlebte sowjetische Stereotype« anzugreifen. Die ukrainische Gesellschaft habe nämlich deren Folgen nach wie vor nicht überwunden, und das hindere sie, den Weg nach Europa zu finden. »Ich habe über zehn Jahre in Deutschland gelebt und kann sagen, daß das deutsche Volk sich bereits in schmerzhafter Weise mit der schrecklichsten Periode seiner Geschichte versöhnt hat, als das Land unter der Herrschaft Hitlers stand. Das Resultat liegt auf der Hand, und nicht nur hinsichtlich des wirtschaftlichen Erfolges, sondern auch, was das Niveau der gegenseitigen Toleranz und Achtung angeht«, befand Klitschko in seiner apologetischen Geschicht...

Artikel-Länge: 4792 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe