05.02.2014 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Besetzung und Blockade

Arbeiter beim deutschen Autozulieferer Kromberg und Schubert in Argentinien kämpfen gegen Entlassungen und miserable Arbeitsbedingungen

Wladek Flakin
Fast 26000 Arbeiter in 30 Fabriken rund um die Welt. So viele Menschen beschäftigt der deutsche Autozulieferer Kromberg und Schubert. Doch an einem Standort gibt es aktuell große Probleme. Die 700 Arbeiter in der argentinischen Niederlassung, in einem großen Industriepark im Norden von Buenos Aires, kämpfen seit dem letzten Jahr gegen ihre Entlassung.

»80 Prozent von uns sind Frauen, mehrheitlich alleinerziehende Mütter«, sagt Daiana Álvarez, die letztes Jahr rausgeworfen wurde. »Wir müssen Familien ernähren.« Seit der Eröffnung der Fabrik im Jahr 1997 gab es viele Beschwerden von der Belegschaft: Dabei ging es nicht nur um die Löhne, die mit umgerechnet 550 Euro im Monat im Vergleich zu umliegenden Fabriken niedrig sind. Kritiker werfen dem Unternehmen auch Mobbing und Belästigung vor, um zu verhindern, daß die Arbeiter auf ihren Rechten bestehen. Denn in den 15 Jahren seiner Existenz gab es keine gewerkschaftliche Struktur im Werk. Bis zu 30 Prozent de...

Artikel-Länge: 5884 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe