05.02.2014 / Thema / Seite 10

Ungehemmter Warenverkehr

Hintergrund. Dem Konflikt um die Ukraine zwischen EU und Rußland liegen in erster Linie handelspolitische und ökonomische Interessen zugrunde

Jürgen Wagner
Mit der Ende November 2013 getroffenen Entscheidung, die Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens zwischen der Ukraine und der Europäischen Union auf Eis zu legen, hat sich Präsident Wiktor Janukowitsch mächtige Feinde in Brüssel und vor allem in Berlin gemacht. Bereits die unmittelbare Reaktion der deutschen Kanzlerin enthielt eine kaum versteckte Drohung: »›Die Tür für die Ukraine bleibt offen‹, betonte Merkel nach der Pleite mehrfach. Man sei weiterhin gesprächsbereit. Das klang nach mühsamer Gesichtswahrung, wie sie nach Niederlagen üblich ist. Aber es heißt auch: Die Geschichte ist noch nicht zu Ende. Und die Kanzlerin will vor der nächsten Runde eine neue Figur ins Spiel bringen: Witali Klitschko.« (Spiegel 50/2013)

Obwohl es sicher gute Gründe gibt, gegen die korrupte Janukowitsch-Regierung auf die Straße zu gehen, repräsentiert die Protestbewegung weder die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung, noch sollte man irgendwe...

Artikel-Länge: 23666 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe