22.01.2014 / Ausland / Seite 6

Israels Bauernopfer

Im besetzten Jordantal kämpfen Palästinenser um Land und Wasser. Siedler sprechen von »Pufferzone«

Pierre Klochendler, IPS
Der israelische Siedler Gadi Blumenfeld verteilt Macheten an 15 palästinensische Arbeiter, mit denen sie die scharfen Dornen an den Dattelpalmwedeln entfernen sollen. »Ich könnte zwar hinterrücks erstochen werden«, sagt er. »Doch mit Hilfe der Landwirtschaft halten wir die Gegend von Terroristen frei.« Die Zukunft des von Israel besetzten Jordantals, wo etwa 56000 Palästinenser und 7000 jüdische Siedler leben, läßt sich allerdings ebenso wenig vorhersagen wie der Regen. Ein Entwurf der US-Regierung für ein Rahmenabkommen für eine Zweistaatenlösung soll der Siedlungspolitik Israels im Jordantal ein Ende bereiten. Darin vorgesehen ist aber auch eine israelische Militärpräsenz von zehn Jahren.

Blumenfeld schaut stolz auf seine Datteln, die er »Früchte unseres Hirns und ihrer Hände« nennt. 400 Tonnen erstklassige Medjoul-Datteln ließ er im vergangenen Jahr pflücken. »Wir haben die Wüste zum Blühen gebracht«, rühmt er sich. »Es ist ein Wunder.« Au...

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