17.01.2014 / Kapital & Arbeit / Seite 8

»Seither hat die Bevölkerung Gesundheitsprobleme«

Stahlwerksbau in Brasilien: Kritische Aktionäre wollen heute ThyssenKrupp zur Rede stellen. Ein Gespräch mit Markus Dufner

Gitta Düperthal
Markus Dufner ist Geschäftsführer des Dachverbandes der Kritischen Aktionäre

Der Verband Kritischer Aktionäre will am heutigen Freitag dem Vorstand und dem Aufsichtsrat des deutschen Stahlkochers ThyssenKrupp bei der Hauptversammlung in Bochum die Entlastung verweigern. Sie sagen, der Konzern habe in Brasilien ein ökonomisches, ökologisches und soziales Desaster zu verantworten – inwiefern?

Der Mangrovenwald wurde gerodet, damit wurde das ursprüngliche Naherholungsgebiet für Rio de Janeiro stark geschädigt. Durch Baumaßnahmen wurden Fauna und Flora in einer Meeresbucht zerstört; Fische wurden getötet. Aufgewirbelt wurde eine Schicht giftiger Ablagerungen, von einem früheren Industriewerk stammend. 8000 Fischern, die dort leben, wurde so die Existenzgrundlage entzogen; sie können dem Fischfang nicht mehr nachgehen.

Vom Stahlwerk gehen ferner gesundheitsschädliche Emissionen aus, die bis in die Außenbezirke des etwa 60 Kilometer ent...

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