30.12.2013 / Schwerpunkt / Seite 3

Streit um schwule Nazis

Neofaschistischer Szene steht wegen Vorwürfen gegen Ex-NPD-Chef Apfel eine Neuauflage der Homodebatte ins Haus

Markus Bernhardt
Der bundesdeutschen Neonaziszene steht eine Neuauflage der Debatte über ihren Umgang mit schwulen Männern ins Haus. Der Grund dafür liegt in bisher nicht bewiesenen Vorwürfen gegen den bisherigen Vorsitzenden der NPD und deren Fraktionschef im sächsischen Landtag, Holger Apfel.

Apfel, der vor wenigen Tagen all seine Funktionen in der extrem rechten Partei niederlegte und am 24.12. aus der NPD austrat, wird aktuell bezichtigt, einen anderen Neofaschisten sexuell belästigt zu haben. Auf verschiedenen rechten Internetseiten und in sozialen Netzwerken wie »Facebook« streitet die Neonaziszene seitdem wieder über ihren Umgang mit gleichgesinnten Schwulen. Die Mehrheit der Neofaschisten lehnt die Homosexualität von Männern weiter ab, es mehren sich jedoch Stimmen, die konstatieren, daß auch schwule Männer »national« denken können. Dies sei tolerabel, solange sie ihre Sexualität nicht öffentlich darstellten und propagierten.

Widersprüche

Die Auseinandersetzungen...

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