12.12.2013 / Schwerpunkt / Seite 3

Striche, Striche, Striche

Transparenz in Kiew: Steuererklärung des ukrainischen Oppositionspolitikers Witali Klitschko fällt dürftig aus

Jürgen Breitenbach
Der Mann der Stunde, zumindest suggerieren es die deutschen Medien, ist Witali Klitschko. »Er kämpft den Kampf seines Lebens«, heißt es in Berichten über den Anführer der Oppositionsproteste in der Ukraine. Am Mittwoch war er mit einem theatralischen Gastbeitrag (»Ich habe keine Angst um mein Leben, ich habe Angst um mein Land«) prominent in Bild präsent. Die Hohepriester des gesendeten und gedruckten Wortes haben die Ikone gewechselt, die sie jetzt anbeten, ohne sich zu ändern: Sie sind so unkritisch wie eh und je. Und dabei drängen sich durchaus Fragen auf. Zum Beispiel: Die Wahlkommission in Kiew hat im Herbst 2012 die Steuerabrechnungen aller Abgeordneten der Werchowna Rada ins Netz gestellt, um der Forderung nach mehr Transparenz nachzukommen. Zu sehen ist auch die »Deklaration über Einnahmen, Ausgaben und finanzielle Verpflichtungen« für 2011 der Familie Witali Klitschko, versehen mit rechtsgültigem Autogramm des Familienvorstandes am 1. August 2012...

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