07.12.2013 / Thema / Seite 10

Am Ende des Regenbogens

Nachruf. Überzeugter Antirassist, Überwinder der Apartheid und verhinderter Revolutionär: Mit Nelson Mandela stirbt ein Symbol des Freiheitskampfes in Südafrika

Christian Selz
Aus der Erfahrung eines außergewöhnlichen menschlichen Unheils, das viel zu lange dauerte, muß eine Gesellschaft geboren werden, auf die die ganze Menschheit stolz sein kann.« Nelson Mandela hatte hohe Ziele, als er 1994 in den monumentalen Union Buildings in Pretoria, Südafrikas Regierungssitz, als erster schwarzer, von allen Bürgern des Landes gleichberechtigt gewählter Präsident antrat. Seine Rede, abgeschlossen mit den Worten »Gott segne Afrika«, war ein Aufruf zur Überwindung der Apartheid in dem zerrütteten Land – und auf dem gesamten Kontinent. In Südafrika markierte der zum Staatschef gewählte Widerstandskämpfer, der 27 Jahre in den Kerkern der rassistischen Unterdrücker verbracht hatte, das Ende von knapp 350 Jahren Kolonialherrschaft und fast einem halben Jahrhundert Apartheid. Es war der emotionalste Moment der jungen Republik – bis heute.

Der Weg zu Mandelas Vision der Freiheit, von der »Gesellschaft, in der alle Südafrikaner, Sch...

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