18.11.2013 / Titel / Seite 1

Geteilte Kleinstadt

2000 Menschen protestierten gegen NPD-Hetze im sächsischen Schneeberg, 1500 gegen ein Flüchtlingsheim. Pressefotograf von Neonazis geschlagen

Claudia Wangerin
Die neonazistische NPD ist am Wochenende im sächsischen Schneeberg mit ihrer Stimmungsmache gegen Asylbewerber auf Protest gestoßen. Am Samstag abend versammelten sich mehr als 2000 Menschen in der Erzgebirgsstadt, um ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen. An einer von der NPD gesteuerten Kundgebung auf dem Schneeberger Marktplatz nahmen rund 1500 Personen teil – dem Vernehmen nach sowohl organisierte Neonazis als auch unorganisierte Bürger. In den vergangenen Wochen hatte der NPD-Kreisvorsitzende Stefan Hartung bereits mehrere Fackelmärsche gegen ein Flüchtlingsheim angemeldet – nach eigenem Bekunden »als Privatperson«. Die NPD hatte im Rahmen der vermeintlich unabhängigen Bürgerinitiative »Schneeberg wehrt sich« gegen die Unterkunft in einer früheren Bundeswehrkaserne mobil gemacht. Zum Protest gegen eine Vereinnahmung der Stadt durch Neonazis hatte deshalb die Initiative »Schneeberg für Menschlichkeit« aufgerufen. Rund 500 Menschen folgten ...

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