07.11.2013 / Feuilleton / Seite 13

Verkannt und verblendet

Ein neuer Dokumentarfilm über »Die Gehörlosen in der NS-Zeit«

Sabine Lueken
Fließend gebärdet der Historiker Helmut Vogel in seinem Film über »Die Gehörlosen in der NS-Zeit«. Vogel hat das »Geschichtsbüro ›Deaf History Now‹« gegründet, um »die Lebenssituation und Lebensgeschichten von tauben Menschen in Vergangenheit und Gegenwart« bekannt zu machen. Sein Film wurde vom Deutschen Gehörlosen-Bund e.V. produziert. Die Ausführungen des Historikers werden für Hörende, die der deutschen Gebärdensprache nicht mächtig sind, übersetzt. Historisches Bildmaterial und Interviews mit Zeitzeugen ergänzen und veranschaulichen das Referierte.

Man erfährt, daß es ab 1848 eine Selbsthilfeorganisation der Gehörlosen in Deutschland gab und sich um 1900 ein breites Spektrum von Fürsorgeeinrichtungen und Freizeitvereinen entwickelte, vor allem in Berlin. Als Dachorganisation wurde 1927 in Weimar der »Reichsverband der Gehörlosen« (ReGeDe) gegründet. Von der Weltwirtschaftskrise war die Klientel in besonderem Maß betroffen, ...

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