04.11.2013 / Titel / Seite 1

Die braune Mitte

Sachsens NPD schürt Fremdenhaß: In Schneeberg demonstrierten 1800 Bürger mit Fackelzug gegen Flüchtlinge. Hetzkundgebung gegen Moscheebau in Leipzig

Susan Bonath
Im sächsischen Schneeberg marschierte am Samstag abend der braune Mob. Wie schon vor zwei Wochen scharten NPD-Gemeinderat Stefan Hartung und seine »Kameraden« mehr als 1800 Bürger um sich. Mit Fackeln und neofaschistischen Parolen machten sie gegen Flüchtlinge mobil, die seit kurzem in der 15000 Einwohner zählenden Kleinstadt im Erzgebirge untergebracht sind. Schwächer fielen die Gegenproteste in unmittelbarer Nähe des Aufmarsches aus: Linkspartei, Grüne und SPD konnten etwa 500 Menschen zu einer Kundgebung für Frieden, Toleranz und Menschlichkeit mobilisieren.

Bereits am 19. Oktober hatten in Schneeberg mehr als 1000 Menschen gegen das Asylbewerberheim am Stadtrand demonstriert, wo vor drei Monaten eine ehemalige Jägerkaserne für Asylsuchende hergerichtet worden war, die im Erstaufnahmelager Chemnitz keinen Platz mehr fanden. In der völlig überfüllten Unterkunft in Chemnitz war es Anfang Oktober zu einem Gewaltausbruch gekommen (jW berichtet...

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