01.11.2013 / Inland / Seite 5

Sozialpartner Militär

Ein DGB-Workshop zu Friedens- und Sicherheitspolitik in Berlin stieß auf Proteste. Kritische Redner waren ursprünglich nicht vorgesehen

Daniel Bratanovic
Großes Aufheben wollte der Deutsche Gewerkschaftsbund offenbar nicht machen. Der »friedens- und sicherheitspolitische Workshop«, zu dem der DGB am Mittwoch in die Berliner Kalkscheune geladen hatte, war ausdrücklich nicht presseöffentlich. Womöglich sollte vermieden werden, daß eine Berichterstattung die Veranstalter in eine allzu kompromittierende Nähe zu Bundeswehr und Rüstungsindustrie rückt.

Das ursprüngliche Programm ließ aber genau das erwarten. Unter anderem waren der grüne Wehrpolitiker Winfried Nachtwei, Mitglied im »Beirat Innere Führung« des Bundesverteidigungsministeriums, und der Politikwissenschaftler Herfried Münkler als Referenten geladen. Letzterer hatte sich in der Vergangenheit schon mal für die »Herstellung von imperialer Ordnung zwecks Absicherung von Wohlstandszonen« ausgesprochen. Eine Forderung, von der er am Mittwoch zwar implizit nicht Abstand nahm, allerdings in dieser Deutlichkeit nicht wiederholen mochte.

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