22.10.2013 / Inland / Seite 5

Mit Facebook und Fackel

Die NPD »organisiert« in Leipzig und Schneeberg den rassistischen Protest gegen Moscheen und Flüchtlingsheime

Conrad Wilitzki
Eine »kleine, schnuckelige Moschee« wolle man in Leipzig-Gohlis bauen, sagte am 10. Oktober der Bundesvorsitzende der Ahmadiyya-Gemeinde, Abdullah Uwe Wagishauser, im Leipziger Rathaus. Er rechne mit etwa 500000 Euro für ein Gotteshaus mit zwei Kunstminaretten. Die muslimische Gruppe zählt in der Stadt laut bild.de nur etwa 60 bis 70 »aktive Mitglieder«. Die Stadt Leipzig befürwortete den Baustart für den Sommer 2014. Der Linkspartei-Experte für Stadtentwicklung und Bau, Siegfried Schlegel, erklärte am Mittwoch gegenüber jW: »Auch die Leipziger Bevölkerung wird das akzeptieren. Sie ist weltoffen und tolerant.« Immerhin gebe es ja bereits mehrere Moscheen in der Stadt. Das hält die NPD jedoch nicht davon ab, sich als Protestpartei gegen das künftige Gebäude zu inszenieren.

In den ersten Oktoberwochen tauchten Flugblätter, Plakate und Sticker im Stadtgebiet auf, die sich für die Gründung einer Bürgerinitiative gegen die Moschee aussprachen. Ers...

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