17.10.2013 / Schwerpunkt / Seite 3

Erneut vertrieben

Folge des bewaffneten Aufstandes gegen Assad: Mehr als 200000 palästinensische Flüchtlinge in Syrien haben ihre Wohnungen und Häuser verlassen müssen

Karin Leukefeld
Unter den Vermißten, die ihre gefährliche Flucht über das Mittelmeer nach Italien in der vergangenen Woche vermutlich mit dem Leben bezahlt haben, sind auch Palästinenser. Nach UN-Angaben hatten in Syrien lebende Palästinenser Angehörige an Bord von Schiffen, die vor Malta und vor der ägyptischen Küste gekentert seien. Die Familien hätten von ihren Angehörigen nichts mehr gehört und befürchteten, daß diese ertrunken seien, teilte das Hilfswerk der Vereinten Nationen für palästinensische Flüchtlinge UNRWA am Montag mit.

Laut UNRWA haben mittlerweile 235000 Palästinenser in Syrien ihre Wohnungen und Häuser in neun offiziellen Flüchtlingslagern verlassen müssen, weil sie von bewaffneten Gruppen vertrieben wurden. Die meisten der ehemals ruhigen Zufluchtsstätten wurden bei den Kämpfen zwischen Aufständischen und der syrischen Armee zerstört. Etwa 200000 der palästinensischen Inlandsvertriebenen wurden in der Hauptstadt Damaskus registriert, wo das größte Flü...

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