16.10.2013 / Schwerpunkt / Seite 3

»Der Westen hat den Konflikt geschürt«

Die Mehrheit der Syrer ist gegen Einsatz von Gewalt. Ein Gespräch mit Louay Hussein

Heike Hänsel und Dr. Birgit Bock-Luna
Der Journalist und Schriftsteller Louay Hussein gehört seit vielen Jahren zu den politischen Gegnern der regierenden Assad-Familie. 1984 verhaftet, kam er erst 1991 aus dem Gefängnis frei. Im Juni 2011 gehörte Hussein zu den Organisatoren der ersten Oppositionskonferenz in Syrien. Anfang Oktober 2011 war er Mitbegründer der Gruppe »Aufbau des syrischen Staates«. Sie versteht sich als nationale Opposition, lehnt bewaffnete Aktionen aber ab und befürwortet eine Verhandlungslösung.

Wie würden Sie die politische und gesellschaftliche Situation in Syrien heute beschreiben?

Obwohl der jetzige Konflikt in Syrien nun zweieinhalb Jahre dauert, hat er keine politischen Bewegungen hervorgebracht, vor allem natürlich, seitdem die bewaffneten Auseinandersetzungen die Szene beherrschen. Nachdem sich einige Länder in den Bürgerkrieg eingemischt und oppositionelle Gruppierungen geschaffen haben, ist die Legitimität der politischen Arbeit im Land selbst beschädigt w...

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