07.10.2013 / Politisches Buch / Seite 15

Illustrer Verein

Geschichtliche Feinkost statt des Einheitsbreis: Manfred Wichmanns Band über Waldemar Pabst und die »Gesellschaft zum Studium des Faschismus«

Kurt Pätzold
Der Verein, der Gegenstand eines Forschungsunternehmens wurde, das den Autor unter der Doktorvaterschaft von Wolfgang Wippermann zur Promotion führte, bildete eine Randerscheinung der deutschen Gesellschaft. Es ließe sich fragen, ob er überhaupt von solcher Bedeutung war, die so viel Aufmerksamkeit, Arbeitszeit, Einfallsreichtum des Fragens und Forscherfleiß verdiente. Selbst ein Urteil über die politische Wirkung, welche die »Gesellschaft zum Studium des Faschismus«, die wenig mehr als zwei Jahre existierte und von deren Gründung und Ende selbst politisch hochinteressierte Zeitgenossen nur dürftige Nachrichten erhielten, ist schwer zu gewinnen. Es sind wohl drei Tatsachen, die dieser Gesellschaft wiederholt die Aufmerksamkeit von Historikern eintrugen. Erstens spielte sie ihre wie immer zu bemessende Rolle in dramatischen Jahren deutscher Geschichte. Bei ihrer Gründung schrieb man den Dezember 1931, als sie sanft entschlief, endete das Jahr 1933. Zweiten...

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