30.09.2013 / Ausland / Seite 7

Ein Mojito in Havanna

Wikileaks-Gründer Julian Assange im Gespräch mit kubanischen Journalisten

Volker Hermsdorf
Im Rahmen eines Workshops in Havanna hat sich Wikileaks-Mitbegründer Julian Assange am vergangenen Donnerstag per Videoschaltung den Fragen junger Blogger und Journalisten gestellt. An seinem Hemd trug er dabei eine gelbe Schleife, die in Kuba derzeit als Zeichen der Solidarität mit den in den USA inhaftierten »Cuban Five« gilt. Der seit über 400 Tagen in der ecuadorianischen Botschaft in London ausharrende Assange verurteilte die Blockade gegen Kuba und äußerte sich außerdem zur Situation seiner Enthüllungsplattform, zu modernen Methoden der medialen Kriegführung und zum Fall des verurteilten Informanten Bradley (Chelsea) Manning.

Der Dialog war Höhepunkt eines Seminars, das der Mitherausgeber der mexikanischen Tageszeitung La Jornada, Pedro Miguel Arce, und das Internationale José-Martí-Institut für Journalismus mit jungen kubanischen Internetjournalisten aus allen Teilen des Landes durchgeführt hatten. »Für einen Moment können wir die unmoralische Blo...

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