18.09.2013 / Ansichten / Seite 8

Falschspieler

UN-Bericht schürt Kriegsgefahr

Werner Pirker
Der Bericht der UN-Inspekteure hat bestätigt, was ohnedies niemand bestritten hat: Daß in Syrien am 21. August ein Giftgasangriff verübt wurde. Die Schuldfrage wurde nicht direkt beantwortet. Doch hat die westliche Meinungsmache die Schuldigen längst ausgemacht und entsprechend hat der Bericht gelesen zu werden.

Ein Geschoß, das kyrillische Buchstaben trug, wird als das schwerwiegendste Indiz gegen die Regierung in Damaskus in Stellung gebracht. Daß sich die Anti-Assad-Kräfte in Waffenlagern der Armee bedient haben könnten, zieht man besser nicht in Erwägung. Den Rebellen wird nicht zugetraut, sich in den Besitz chemischer Kampfstoffe gesetzt zu haben. Wider besseres Wissens, wurden doch unlängst von den türkischen Behörden syrische Freischärler mit mehreren Kilo Sarin im Gepäck festgenommen.

»Auf dieses Ergebnis hat die Welt gewartet«, meint der Spiegel-online-Korrespondent zu wissen. Das darf bezweifelt werden. Die überwiegende...

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