18.09.2013 / Ausland / Seite 8

»Schon seit Wochen hetzen die Massenmedien gegen uns«

Streikende Lehrer wollen in Mexiko-Stadt heute wieder eine Zeltstadt aufbauen. Ein Gespräch mit Arturo Méndez

Wladek Flakin
Arturo Méndez ist Lehrer aus Mexiko-Stadt und Aktivist der Lehrergewerkschaft CNTE

In den vergangenen Wochen sind viele Lehrer in Mexiko auf die Straße gegangen. Warum?

Sie kämpfen gegen die vor kurzem beschlossene »Bildungsreform«, die unsere Rechte im Arbeitsleben beschneidet und auch Verfassungsänderungen beinhaltet. Ganz im Sinne der neoliberalen Offensive der vergangenen Jahrzehnte werden dadurch Probezeiten sowie befristete Verträge eingeführt und Entlassungen erleichtert. Außerdem werden Studiengebühren legalisiert und das Bildungssystem für Privatfirmen geöffnet.

Am 13. September hatten Lehrer auf dem »Zócalo« demonstriert, dem wichtigsten Platz von Mexiko-Stadt. Die Polizei griff ein – was genau ist passiert?

Einheiten der Bundes- und der Stadtpolizei haben den Platz geräumt, auf dem wir Zelte aufgebaut hatten und haben 31 Demonstranten verhaftet. Dutzende wurden schwer verletzt, einige sind seitdem verschwunden. Seit 1968, als die damalige...

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